VfB Stuttgart Auf den Spuren seiner Idole Kroos und Iniesta - VfB-Talent Jordan Meyer im Interview

Jordan Meyer spielt seit der U13 beim VfB und seit der U15 in der Nationalmannschaft. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart – Jordan Meyer ist erst 17 Jahre alt, gehört beim VfB Stuttgart aber schon zu den vielversprechendsten Nachwuchshoffnungen. Der Bad Cannstatter identifiziert sich voll und ganz mit Stuttgart und trägt bereits seit der U13 das Trikot mit dem Brustring.

Erst vor kurzem wurde dem zentralen Mittelfeldspieler eine große Ehre zu Teil. Der DFB zeichnete ihn mit der silbernen Fritz-Walter-Medaille als zweitbesten deutschen Spieler des U17-Jahrgangs aus. Wir haben uns mit ihm im Palm Beach an der Mercedes-Benz Arena getroffen und unter anderem über seine Saisonziele, Idole und die Stimmung im U19-Team gesprochen.

NEWS711: Hi Jordan, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Fritz-Walter-Medaille. Wie hast du dich gefühlt, als du erfahren hast, dass du ausgezeichnet wirst?

Jordan: Das kam definitiv überraschend für mich. Ich hatte gar nicht im Kopf, dass sie noch verliehen wird. Es ist natürlich eine extrem große Ehre, vor allem wenn man sich anschaut, wer schon alles ausgezeichnet wurde und wie lange beim VfB schon niemand mehr gewonnen hat. Auch vor dem Hintergrund, für was Fritz Walter stand, ist es definitiv etwas Besonderes.

NEWS711: Nun gehst du in deine erste U19-Saison. Welche Ziele steckst du dir für dich und ihr euch als Mannschaft?

Jordan: Als Mannschaft wollen wir in der Bundesliga auf jeden Fall oben mitspielen, um die Finalspiele um die Deutsche Meisterschaft kämpfen, außerdem im Pokal weit kommen, am besten wie die Mannschaft letztes Jahr. Darüber hinaus möchten wir attraktiven Fußball zeigen. Persönlich will ich mich als Stammspieler etablieren, eine wichtige Rolle einnehmen und möglichst viele Spiele über die volle Zeit absolvieren.

NEWS711: Du spielst im Mittelfeld eine sehr wichtige und zentrale Position. Hast du Idole beim VfB oder woanders, an denen du dich orientierst?

Jordan: Andres Iniesta (früher FC Barcelona, Anm. d. Red.) und Toni Kroos (Real Madrid) sind meine Vorbilder und Spieler, zu denen ich aufschaue. Für mich war es immer eine Mischung aus den beiden Spielstilen, wie ich auch auf dem Platz agieren möchte.

NEWS711: Wie siehst du deine jetzige Rolle in der Mannschaft?

Jordan: Da es viele ältere, etabliertere Spieler gibt, bin ich nicht direkt der Leader oder Führungsspieler, will aber während der Saison in diese Rolle hineinwachsen. Jetzt gilt es, sich erst einmal unterzuordnen und seine Rolle zu finden.

NEWS711: Wie ist allgemein die Stimmung im Team? Gibt es enge Freundschaften und seht ihr euch auch in der Freizeit?

Jordan: Wir haben einen sehr guten Zusammenhalt, da sehr viel auf einer Ebene und ohne Hierarchien abläuft. Das machen die Älteren gut, die Jüngeren werden toll integriert. Klar machen wir auch als Team außerhalb des Platzes oft etwas zusammen. Da sind schon immer viele Jungs dabei, aber natürlich herrscht nach einem schwächeren Auftritt auch mal Frust in der Kabine.

NEWS711: Wer sind deine „Best Buddys“ in der Mannschaft?

Jordan: Ich verstehe mich eigentlich mit allen echt gut. Mit Leo Münst mache ich aber beispielsweise extrem viel, weil er der einzige ist, der mit mir in einer Klasse in der Schule ist.

NEWS711: Gerade bei euch muss der Konkurrenzkampf doch sehr hoch sein. Statistisch schaffen es höchstens ein oder zwei Spieler pro Jahrgang in die Profi-Mannschaft. Wie funktioniert das im Team?

Jordan: Darüber, wer es schafft oder nicht, spricht man grundsätzlich nicht. Trotzdem gönnt man jedem das, was er erreicht - trotz Konkurrenzkampf. Das ist eben ein Mannschaftssport, auch wenn sich der Fußball in Sachen Zusammenhalt und Team-Gefühl meist noch eine Scheibe von anderen Sportarten abschneiden kann. Das habe ich vor allem gemerkt, als ich im Frühjahr die Handball-WM verfolgt habe.

Im zweiten Teil unseres Interviews mit Jordan Meyer quatschen wir über seinen Weg zum VfB, das Leben zwischen Schule, Freizeit und dem Traum vom Profi-Fußball sowie seinem Plan B, falls es mit der großen Karriere im Sport doch nicht klappen sollte.

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