Studie zeigt: Kiffer brauchen bei OPs die dreifache Narkose-Dosis

Kiffer lassen sich nicht leicht in Narkose versetzen. (Symbolbild) Foto: Shutterstock/Canna Obscura

Stuttgart - Schlechte Nachrichten für alle Kiffer, die sich bald unters Messer legen müssen. Denn regelmäßige Konsumenten von Cannabis brauchen bei Operationen deutlich mehr Betäubungsmittel als andere Patienten. Das hat eine Studie jetzt ergeben.

Genau das haben die Forscher um Mark Twardowski untersucht und in ihrem Aufsatz "Auswirkungen des Cannabiskonsums auf die Sedierungsanforderungen für endoskopische Verfahren" veröffentlicht.

"Cannabis hat einige Stoffwechseleffekte, die wir nicht verstehen, und die Patienten müssen wissen, dass ihr Cannabiskonsum andere Medikamente möglicherweise weniger wirksam macht", heißt es in dem Text.

Im Klartext: Leute die regelmäßig Gras rauchen, sind nicht so leicht zu sedieren wie andere Patienten.

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Gleiches gilt auch für andere psychoaktive Substanzen wie beispielsweise Alkohol und ist unter Anästhesisten schon lange bekannt. In einem von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin empfohlenen Patientenfragebogen wird nicht ohne Grund auch nach dem Drogenkonsum gefragt.

Im Prinzip ist die geringere Wirkung von Narkosemitteln nur logisch: Bekommt die Leber es häufig mit Substanzen wie Alkohol oder Cannabioiden zu tun, entgiftet sie deutlich schneller. So beeinflussen auch Psychopharmaka die Wirksamkeit von Narkosemitteln deutlich.