Nürtingen/Mosbach: Tragische Flugunfälle fordern zwei Tote

In Mosbach (Foto) und Nürtingen sind zwei Segelflieger abgestürzt. Die beiden Piloten kamen ums Leben. Foto: SDMG

Nürtingen/Mosbach – Am Sonntag sind zwei Kleinflugzeuge in Baden-Württemberg abgestürzt. Bei den Unfällen in Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis (NEWS711 berichtete) und in Nürtingen im Kreis Esslingen (hier geht’s zur ersten Meldung) sind beide Piloten ums Leben gekommen.

Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Unfall gegen 12.45 Uhr in der Nähe von Mosbach-Reichenbuch. Beim Absturz eines Segelflugzeuges mit Hilfsmotor kam der 73-jährige Pilot aus Mosbach ums Leben.

Laut Zeugenaussagen soll es bereits beim Start vom Flugplatz Mosbach-Schreckhof Probleme gegeben haben, die kurz darauf zum Absturz der Maschine auf ein freies Feld führten. Beim Absturz fing die Maschine Feuer. Der Pilot konnte nach Beendigung der Löscharbeiten nur noch tot geborgen werden.

Neben dem Kreisbrandmeister war die Freiwillige Feuerwehr Mosbach mit fünf Einsatzfahrzeugen und 35 Einsatzkräften vor Ort. Zur Klärung der Absturzursache befand sich ein Sachverständiger der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vor Ort. Das Segelflugzeug wurde sichergestellt, die weiteren Ermittlungen nach der Absturzursache laufen.

Keine zwei Stunden später ereignete sich das zweite tragische Unglück. Gegen 14.30 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr und des DRK Esslingen mitgeteilt, dass in einem Waldgebiet zwischen Nürtingen und Kirchheim ein Segelflugzeug abgestürzt sei. Umfangreiche Suchmaßnahmen, an denen auch Streifen mehrerer Polizeireviere und ein Polizeihubschrauber beteiligt waren, führten dann zum Absturzort im Gewann "Hörnle". Der 60-jährige Pilot aus Tübingen konnte nur noch tot geborgen werden.

Die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Ursache für den Absturz hat noch vor Ort die Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit der Bundestelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) unter Leitung der Staatsanwaltschaft Stuttgart übernommen. Das Ultraleichtflugzeug wurde total beschädigt, es entstand Schaden in Höhe von rund 165.000 Euro. Das Gebiet um die Absturzstelle musste großräumig abgesperrt werden.

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