NEWS711 trifft Metalcore-Band "Eskimo Callboy" in Stuttgart: Interview mit Sushi und David

David und Sushi von Eskimo Callboy haben uns ein paar Fragen beantwortet. Foto: Christian Ripkens

Stuttgart - Eskimo Callboy sind seit Jahren eine feste Größe im Musikgeschäft. Ihre Fans bekommen regelmäßig feinsten Metalcore auf die Ohren.

Immer wieder treten sie im LKA Longhorn in Stuttgart auf. Mit großem Publikuminteresse. Auch bei diesem Mal haben die Fans im Süden den Eskimos die Bude eingerannt.

Wir trafen Sänger Sushi und Drummer David auf ein Interview.

Neben Fragen zur Musik, haben wir die Jungs auch noch in einem kleinen Video lustige schwäbische Begriffe erklären lassen. Checkt das Video am Ende des Artikels aus! 

NEWS711: Wann gibt es neue Musik?

Sushi: Gute Frage. Wir sind gerade dabei neue Sachen zu schreiben, und es lief auch alles ganz gut. Aber oft ist es dann schwer, den nächsten Step zu machen. Es wird noch ein bisschen dauern, aber wir hoffen, dass wir dann Mitte nächsten Jahres mit einer neuen Platte am Start sind. Wenn alles gut geht!

David: Und es wird alles gut gehen.

NEWS711: Wie lange schreibt ihr denn an so einem Album?

David: Das ist bei uns, und bei jedem Künstler von Platte zu Platte wohl immer unterschiedlich. Weil natürlich der Druck auch irgendwie steigt, aber auch, weil die Platte sich natürlich entwickelt. Wir sind sechs Charaktere in der Band und jeder hat andere Vorstellungen. Alle auf einen Nenner zu bringen ist dann oft gar nicht so leicht. Aber wir sind guter Dinge und standen bisher auch immer voll und ganz hinter den Platten. Aber das macht es eben auch kompliziert, sich da durchzuboxen. Dass jeder hinter der Platte stehen kann. Man erfindet sich ja auch selber neu und hat musikalisch andere Interessen. Es stehen bis jetzt schon viele Sachen, die auf jeden Fall richtig geil sind und wir sind gespannt, wie die dann ankommen.

NEWS711: Und wie wird die Platte klingen?

Sushi: Es wird vermutlich ein bisschen rockiger. Wir versuchen die Härte, die wir sonst immer mit dem Metal erreicht haben ein bisschen anders zu kompensieren. Wir wissen es auch nocht nicht 100 Prozent genau und sind selber gespannt, wohin uns die Reise führt.

David: Ich glaube, wir haben auch den Vorteil, dass wir schon immer viele Genres bedient haben. Wir hatten schon immer Elemente aus dem Pop, aus dem Elektrobereich und die dann zusammengebastelt. Dadurch haben wir viel mehr Spielraum, das macht es auch interessant. Auch wenn wir immer eine Metalband bleiben.

NEWS711: Suhsi, du hattest ja das Feature mit Caliban und viele fanden deinen deutschen Gesang super. Wird es von euch auch mal deutsche Titel geben?

Sushi: Wir werden weiter englische Sachen singen, weil wir eben international unterwegs sind. Caliban hatten ja immer wieder mal deutsche Titel, da hat sich das einfach so ergeben, als wir in Berlin mal zusammen saßen. Aber ich denke, das wird von mir so das einzige Deutsche bleiben.

NEWS711: Stuttgart ist immer recht schnell ausverkauft. Habt ihr hier eine größere Fanbase?

Sushi: Es ist immer schwierig zu sagen, in welcher Stadt es am besten ist.

David: Aber du merkst schon, von Bundesland zu Bundesland, dass die Leute sich anders verhalten. Sind sie offener, sind sie besoffener oder verhaltener.
Im Süden, auch in München, wollen die Leute feiern. Das merkt man schon.

NEWS711: Bei Bands stehen in der Regel immer die Sänger sehr im Fokus. Durch Davids Teilnahme im Dschungelcamp und bei der Bachelorette bist du ja deutlich bekannter geworden. Spürt ihr das als Band?

Sushi: Nicht wirklich.

David: Die Mütter kommen ab und zu mal mit.

Sushi: Ja gut, man weiß halt, dass die Mädels mit den Louis Vuitton-Täschchen nicht unbedingt wegen uns da sind. Aber nein, im Ernst: Im Prinzip merkt man das nicht, denn das Klientel, das der David bedient hat, sind nicht zwangsläufig die Leute, die Metal hören. Klar, ab und an kommt mal jemand vorbei, aber man merkt nicht, dass da jetzt mehr Leute wären.

David: Man muss da auch unterscheiden, das ist ja ein ganz anderes Publikum. Die Sendungen bei RTL bei denen ich war, sind ja schon eher Trash. Das hat ja nichts mit dem zu tun, was man wirklich macht. Was natürlich auch schade ist. Gerade im Dschungel habe ich auch viel über die Band geredert, wir saßen ja auch mit mehreren Rockern da zusammen. Davon ist dann letztlich nichts ausgestrahlt worden. Letzten Endes ist vielleicht auch die Szene, in der ich mich gelegentlich tummel nicht immer so nett und real. Deswegen ist das für mich auch interessant, aber das hat eben auch nichts mit der Musik zu tun.