NEWS711 fragt nach Miss Germany Nadine Berneis über Beauty, Instagram und ihren Job als Polizistin

Nadine Berneis ist seit Februar die amtierende Miss Germany. Foto: Nadine Berneis

Stuttgart - Seit dem 23. Februar ist Nadine Berneis die neue Miss Germany. Seither hat sich der Alltag für die 28-Jährige komplett auf den Kopf gestellt. 

Welche Veränderungen der Titel für die 28-Jährige mit sich bringt, hat sie uns im Gespräch verraten. Außerdem haben wir einen kleinen Einblick in das Leben einer Miss Germany bekommen.

Viel Zeit am Handy

"Mein Partner ist auch ein bisschen genervt, wenn ich ständig am Handy hänge", verriet Nadine Berneis uns im Gespräch über ihren neuen Job als Miss Germany und Influencerin und betont:e "Wir haben schon auch eine Handyfreie Zeit eingeführt. Im Schlafzimmer oder wenn wir abends auf der Couch sitzen, dann bleibt das Handy aus." Wie viel Arbeit Social Media ist, wird oft unterschätzt.

Von Sachsen nach Baden-Württemberg

Ursprünglich kommt Nadine nicht aus Stuttgart. Bis sie 18 Jahre alt war, hat Nadine in Dresden gelebt, dann zog sie der Arbeit wegen nach Biberach an der Riß. Das war eine ganz schöne Umstellung, wie Nadine erzählte: "Ich hatte am Anfang wirklich Probleme, die Lehrer zu verstehen, aber ansonsten war es wirklich eine schöne Zeit." In ihrem eigentlichen Job hat die neue Miss Germany nichts mit Modeln und Beauty am Hut gehabt, sie ist nämlich Polizistin.

"Seit 1. März bin ich für ein Jahr beurlaubt und kann danach wieder einsteigen", erklärte sie. "Das jetzt ist ein kompletter Kontrast, zumal ich eher der natürliche Typ bin" verriet die 28-Jährige und überlegte, dass möglicherweise genau diese Natürlichkeit die Jury von ihr überzeugt hat.

Aus Spaß beim Wettbewerb mitgemacht

Beim Wettbewerb zur Miss Germany hat Nadine sich eher aus Spaß beworben: "Bis 29 kann man sich ja bewerben. Ich bin ja 28 und dachte mir, ich mach da jetzt einfach noch mal mit." Miss Germany zu werden war dabei nie ihr erstes Ziel. Dann kamen die Siege in den Städte- und Länderwettbewerben.

Die Zeit im Miss Germany Camp hat sie extrem genossen: "Das war einfach mega. Auch gar kein Zickenkrieg, wie man das vielleicht erwartet oder von anderen Formaten kennt." Hier gab es für die Anwärterinnen allerhand Workshops, auch das Thema Selbstliebe und Wertschätzung waren hier ein großes Thema. Aber auch Laufstegtraining und einen Kniggeworkshop haben die Mädels absolviert.

Ihr Freund nahm ihren Sieg mit Humor: "Naja, der meinte, dass der zweite Platz doch auch gereicht hätte", lachte Nadine und ergänzte: "Aber er ist natürlich schon unglaublich stolz unt unterstützt mich auf jeden Fall auch."

Die Polizistin ist bekennender Dynamo Dresden Fan und hat ihre Mannschaft früher regelmäßig im Stadion angefeuert. "Das sind meine Wurzeln, da komme ich her. Natürlich feuere ich Dresden auch mehr an als beispielsweise Stuttgart", gab sie im Gespräch zu. 

Kontrast zum Alltag als Polizistin

In ihrem Job als Polizistin hat sie auch schon heftigere Einsätze erlebt. "Einmal stand ich in Frankfurt vor dem schwarzen Block. Gerade als ich meinen Helm aufgesetzt hatte, hat mich eine Bierflasche am Kopf getroffen. Da hat es auch so geraucht, dass man kaum noch was gesehen hat und es wurden Schilder auf uns geworfen. Das finde ich schade, dass manchmal vergessen wird, dass hinter der Uniform auch ein Mensch ist", sagte die hübsche Blondine.

"Klar bin ich Staatsdiener, aber eben auch ein Mensch mit einer Geschichte", überlegte die Miss Germany.

Ihr Job hat sich in den vergangenen zehn Jahren auch geändert. Angst hat Nadine jedoch im Alltag nicht gehabt. "Respekt, klar. Das muss man auch haben, aber Angst nicht."

Ihre Kollegen sind stolz auf sie. "Die haben Blumen gebracht,einen roten Teppich ausgerollt aus Papier und eine Konfettikanone gezündet", verriet Nadine, die das Polizeirevier in in der Theodor Heuss Straße nun mit den Laufstegen der Welt getauscht hat. Jetzt will sie die Zeit als Miss Germany genießen und ist gespannt, welche Veränderungen der neue Job für sie bringt.