News711 - DOpe-DOnnerstag Ayahuasca: Der Trip der südamerikanischen Ureinwohner

Im südamerikanischen Schamanismus ist Ayahuasca verbreitet. (Symbolbild) Foto: Shutterstock/Ammit Jack

Stuttgart - Seit es die Menschheit gibt, berauschen wir uns mit allerlei Zeugs. Kauten unsere Vorfahren noch auf irgendwelchen Blättern rum (was einige auch heute noch tun), haben sich die Mittel und Wege, wie sich Menschen Drogen reinpfeifen in den Jahrtausenden immer weiterentwickelt.

Ob man die Substanz jetzt trinkt, raucht, schnupft, kaut, isst oder spritzt - Drogen gibt es in den unterschiedlichsten Formen mit den unterschiedlichsten Wirkungen und natürlich auch Gefahren.

Wir von NEWS711 stellen euch in unserer Reihe "DOpe-DOnnerstag" - kurz "Dodo" - die bekanntesten Rauschmittel dieser Welt vor. Wichtig ist dabei, dass wir die Drogen auf keinen Fall verherrlichen, alles was wir wollen, ist aufklären.

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Wenn ihr jemanden kennt, der Suchtprobleme hat oder selbst ein Drogenproblem habt, dann wendet euch bitte an eine Suchtberatung wie zum Beispiel das Servicetelefon des DRK (0800-365000).

Heute widmen wir uns einer Droge, die besonders auf Selbsterfahrungstrips gerne eingenommen wird: Ayahuasca

Als Ayahuasca bezeichnet man einen bitter schmeckenden Sud, der aus einer speziellen Liane gewonnen und von zahlreichen indigenen südamerikanischen Stämmen in rituellen Zeremonien genutzt wird. Sie glauben, dass sie nach Einnahme von Ayahuasca ihre Ahnen und Geister treffen können. Auch andere Pflanzen müssen zugegeben werden und kochen dann drei Tage lang zu einem Sud. Der älteste Nachweis über den Konsum sind etwa tausend Jahre alte Ritualbündel. Die Kombination aus der Liane und anderen Pflanzen führen dazu, dass der Wirkstoff DMT vom Körper ins Blut gelangen kann.

Der Name Ayahuasca kommt aus der Quechua-Sprache und bedeutet in etwa "Sprache der Geister", was ganz gut beschreibt, als was die Ureinwohner den Sud verstehen.

Auch heutzutage wird der Stoff konsumiert um high zu werden, Ayahuasca-Zeremonieren werden im Rahmen einer spirituellen Erfahrung außerdem immer beliebter.

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Welche Wirkstoffe machen den Konsumenten high?

Das Getränk enthält den Wirkstoff DMT (Dimethyltryptamin), das auf den visuellen Cortex einwirkt und so das visuelle Erleben verändert. Die Wirkung von DMT wird häufig mit der von LSD verglichen, ist aber um einiges stärker, denn Ayahusaca ist eines der stärksten Halluzinogene überhaupt.

Wie wird Ayahuasca konsumiert?

Ayahuasca wird in der Regel als Tee, beziehungsweise Sud konsumiert, dessen Geschmack als faulig und bitter beschrieben wird. Die Zeremonien werden von Schamanen betreut, die singen, rasseln oder Instrumente spielen.

Wann setzt die Wirkung ein und wie lange dauert sie?

Je nach beigemischten Pflanzen kann sich die Wirkung des Sud unterscheiden, grundsätzlich setzen nach dem Konsum allerdings psychedelische Zustände ein. Bis die Wirkung einsetzt, dauert es etwa eine halbe Stunde, die Halluzinationen können bis zu sechst Stunden andauern.

Bevor die eigentliche Wirkung einsetzt, kotzt man sich erst einmal die Seele aus dem Leib und hat heftigen Durchfall. Erst danach folgt ein mehrere Stunden andauernder Trancezustand. Von leichten Visionen bis zu krassen außerkörperlichen Erfahrungen ist eigentlich alles möglich.

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Welche gesundheitlichen Gefahren gehen von Ayahuasca aus?

Erbrechen, Schweißausbrüche und Durchfall treten fast immer auf und werden teilweise sogar als beabsichtigte Wirkung betrachtet, da so eine spirituelle innere Reinigung erfolgt. Außerdem ist die Art der psychedelischen Zustände vorher nur sehr schwer abzuschätzen und so kommt es häufig auch zu Angstzuständen und sogar Nahtoderlebnissen.

Todesfälle und sexueller Missbrauch während Zeremonien sind außerdem keine Seltenheit. Das Suchtrisiko ist allerdings gering und im Gegensatz zu MDMA oder LSD tritt keine körperliche Toleranz ein. Die Dosis muss bei vermehrter Verwendung also nicht erhöht werden.

Wie Ayahuasca genau funktioniert, seht ihr in diesem Video:

In welchen Ländern ist Ayahuasca erlaubt, in welchen verboten?

Der Wirkstoff DMT fällt in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz und ist darum streng verboten. Auch entsprechende Rituale sind in den meisten europäischen Ländern verboten.

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