News711 - DOpe-DOnnerstag Angel Dust - Das musst du über PCP wissen

Angel Dust kann auch als Tabletten eingenommen werden. (Symbolbild) Foto: Shutterstock/Jess Rodrigues

Stuttgart - Seit es die Menschheit gibt, berauschen wir uns mit allerlei Zeugs. Kauten unsere Vorfahren noch auf irgendwelchen Blättern rum (was einige auch heute noch tun), haben sich die Mittel und Wege, wie sich Menschen Drogen reinpfeifen in den Jahrtausenden immer weiterentwickelt.

Ob man die Substanz jetzt trinkt, raucht, schnupft, kaut, isst oder spritzt - Drogen gibt es in den unterschiedlichsten Formen mit den unterschiedlichsten Wirkungen und natürlich auch Gefahren.

Wir von NEWS711 stellen euch in unserer Reihe "DOpe-DOnnerstag" - kurz "Dodo" - die bekanntesten Rauschmittel dieser Welt vor. Wichtig ist dabei, dass wir die Drogen auf keinen Fall verherrlichen, alles was wir wollen, ist aufklären.

Lest hier alles, was ihr über Poppers wissen müsst

Wenn ihr jemanden kennt, der Suchtprobleme hat oder selbst ein Drogenproblem habt, dann wendet euch bitte an eine Suchtberatung wie zum Beispiel das Servicetelefon des DRK (0800-365000).

Im heutigen "Dodo"-Teil widmen wir uns dem Betäubungsmittel Phenylcyclohexylpiperidin, besser bekannt unter PCP oder auch Angel Dust.

Ähnlich wie Ketamin, wurde auch PCP als Betäubungsmittel entwickelt und in den 50ern vom Unternehmen Davis & Company auf den Markt gebracht. Allerdings fiel das Mittel schnell durch heftige Nebenwirkungen wie beispielsweise Horrortrips auf. Also wurde PCP schnell vom Markt genommen, tauchte danach aber schnell in der Drogenszene wieder auf. Bis heute ist die Droge unter zahlreichen Namen im Umlauf. Superweed, Slumdrug, Space Base und Killerjoint sind nur einige davon.

Besonders in den USA ist Angel Dust als Droge verbreitet, außerdem wurde PCP dort und in Südafrika als Psychokampfstoff hergestellt.

Wie wird Angel Dust konsumiert?

In der Regel kommt Angel Dust als weißes Pulver daher, das geschnupft wird, aber auch der Konsum von Pillen oder das Spritzen der Droge ist üblich. Seltener ist es, PCP zu rauchen oder als Spray zu nehmen.

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Welche Wirkstoffe machen den Konsumenten high?

Die konkrete Wirkungsweise ist nicht ganz klar, basiert aber vermutlich auf dem Ausschalten von NMDA-Rezeptoren. Chemisch und auch in der Wirkung ist PCP mit Ketamin verwandt, das allerdings schwächer und kürzer wirkt.

Wie wirkt Angel Dust?

Die Wirkungsweise der Droge ist vielfältig: Zum einen ähnelt die Wirkung Halluzinogenen, ist aber gleichzeitig stimulierend und stillt Schmerzen. Grundsätzlich hängt die Art der Wirkung auch mit der Höhe der Dosierung zusammen.

Bei geringen Mengen setzt eine starke Euphorie ein, hohe Dosen machen dich für Schmerzen unempfindlich und es kann zu Halluzinationen ähnlich wie bei LSD kommen. Allerdings sind diese Halluzinationen oft extrem negativ und entwickeln sich oft zu Horrortrips.

Wann setzt die Wirkung ein?

Konsumenten berichten davon, dass wie Wirkung von Angel Dust schlagartig und heftig einsetzt. Wann die WIrkung einsetzt hängt auch von der Art des Konsums ab: Bei oralem Konsum kann sie nach 20 Minuten einsetzen, beim Schnupfen geht es deutlich schneller. Je nach Dosis kann die Wirkung eine Stunde oder auch mal locker zwei Tage dauern.

Welche gefahren gehen von Angel Dust aus?

Durch die Schmerzunempfindlichkeit kommt es oft zu Unfällen, außerdem neigen Konsumenten oft dazu, sich selbst zu verletzen. Tobsuchtsanfälle und aggressive Ausbrüche und Gefühle sind keine Seltenheit. Es sind sogar Fälle von Selbstverstümmelungen bekannt, die zum Tod geführt haben. Außerdem sind tagelange Verwirrtheitszustände möglich. Darüber hinaus kann die Droge einen der Schizophrenie ähnlichen Zustand hervorrufen. Bei einer Überdosierung kann es zu einer Vergiftung und auch zum Atemstillstand kommen.

Bei regelmäßigem Konsum besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit. Außerdem können Halluzinationen und Aggressivität dann auch ohne Konsum der Droge eintreten. Durch die Unberechenbarkeit der Wirkung und der Nebenwirkungen geht der Konsum zurück.

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Wie sieht die rechtliche Lage aus?

Wie bei allen Drogen gilt auch hier: Finger weg. Besitz, Handel und Verkehr von PCP sind strafbar, es gilt als nicht verschreibungsfähige Droge.

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