Hochzeitsbräuche und ihr kurioser Ursprung

Bei Hochzeiten gibt es jede Menge Bräuche und Regeln. Foto: Shutterstock/Shchus

Stuttgart - Sobald die Temperaturen wieder steigen, wird geheiratet, was das Zeug hält.

Und dabei achten ganz viele Paare total unbewusst auf alte Traditionen, die schon seit Jahrzehnten in Hochzeiten vorkommen.

In diesem Artikel erklären wir euch, wo diese ganzen Bräuche eigentlich herkommen.

Die Brautjungfern

Früher war es Brauch, dass sich die Brautjungfern so ähnlich kleiden wie die Braut. Damit sollten böse Geister und Dämonen verwirrt werden. Heute sind Brautjungfern eher zur moralischen Unterstützung da und müssen nicht mehr als Ghostbuster dienen.

Das weiße Kleid

Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war das Hochzeitskleid nicht weiß, sondern rot. Dann kam aber Queen Victoria und entschied sich, ein weißes Kleid zu tragen, einfach, weil sie die Farbe mochte. Zuerst waren alle total schockiert, aber ein paar Jahre später war es ein absoluter Trend, der bis heute anhält.

Der Schleier

Unsere Vorfahren hatten echt eine große Angst vor Geistern. Auch der Schleier sollte die Braut vor eifersüchtigen Gespenstern schützen. Im antiken Griechenland waren die Schleier gelb und im römischen Reich rot. Beide Farben sollen Feuer symbolisieren und die Geister noch effektiver vertreiben.

Der Ring

Der Grund, warum der Ehering ausgerechnet am Ringfinger sitzen muss, bezieht sich auf einen Aberglauben. Früher dachte man, dass vom linken Ringfinger aus eine Vene direkt ins Herz verläuft, die „Liebesvene“. Außerdem war der Ehering ein Zeichen von Besitz. Durch das Anstecken des Rings ging die Frau in den Besitz des Mannes über. Heute ist das zum Glück nicht mehr der Fall. Meistens stecken sich die Paare gegenseitig Ringe an, als Zeichen der Liebe und Treue.

Der „First Look“

Auch heute gibt es noch Paare, die sich in ihren Hochzeitsoutfits erst vor dem Altar wiedersehen. Eigentlich kommt dieser Brauch aus der Zeit, in der die meisten Ehen noch arrangiert waren. Damals dachte man, dass die Hochzeit noch abgesagt werden würde, wenn die Eheleute sich vor der Feier zu Gesicht bekamen. Zu der Zeit waren Hochzeiten noch echte Überraschungseier.