Direkt aus der Sperrzone "Atomik" - Wissenschaftler brennen Wodka mit Getreide und Wasser aus Tschernobyl

Wie Wodka aus Tschernobyl wohl schmeckt? (Symbolbild) Foto: Shutterstock/ 5PH

Stuttgart/Tschernobyl - Nicht zuletzt durch die TV-Serie ist das Reaktorunglück von Tschernobyl in der Ukraine wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

Bis heute gibt es rund 30 Kilometer rund um das ehemalige Kernkraftwerk eine Sperrzone, die bis heute nicht bewohnt werden darf. Genau in dieser Sperrzone wurde jetzt Wodka hergestellt, der mit dort angebautem Getreide und kontaminiertem Wasser gebrannt wurde.

Ein wissenschaftliches Team rund um Professor Smith vom Institut für Geo- und Umweltwissenschaften der Universität Portsmouth arbeitet daran, die Gemeinden zu unterstützen, die von den Auswirkungen der Katastrophe betroffen sind.

"Unsere Idee war es, [dortiges Roggenkorn zu verwenden], um eine Spirituose zu machen", sagte das Team gegenüber der BBC. Traditionell wird Wodka aus Kartoffeln oder Getreide gebrannt. Laut den Wissenschaftlern ist der Schnaps mit dem passenden Namen "Atomik" zum Trinken geeignet und ungefährlich. "Also haben wir leicht kontaminierten Roggen und Wasser aus dem Tschernobyl-Grundwasserleiter genommen und es destilliert."

Dahinter steckt ein ernster Gedanke, denn die Wissenschaftler hoffen mit dem Geld örtlichen Gemeinden zu unterstützen. Bisher wurde lediglich eine Flasche produziert und laut Sam Armeye von der Bar Swift in Soho, der den Drink probieren durfte, ist der Atomik-Wodka allerdings eher Getreidegeist als ein Wodka mit fruchtigeren Noten.

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