Baden-Württemberg Reutlingen: 26-jähriger Autofahrer dreht durch, weil er geblitzt wurde

Einem Autofahrer passte es nicht, dass er geblitzt worden war. (Symbolbild) Foto: Shutterstock / Jarhe Photography

Reutlingen - Ein 26-jähriger Autofahrer hat sich so sehr darüber geärgert in Reutlingen geblitzt worden zu sein, dass er die Kamera aus der Anlage entfernt und diese auf den Boden geschmissen hat. Anschließend hat er noch einen Vollzugsbediensteten der Stadt Reutlingen bedroht.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der junge Mann gegen 10.40 Uhr mit seinem VW Passat von Pfullingen herkommend auf der Lederstraße stadteinwärts unterwegs und wurde dabei allem Anschein nach bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung gemessen.

Der Fahrer wendete daraufhin sein Auto und kehrte zu der mobilen Messanlage zurück.

Dort nahm er die Kamera an sich und schlug das Gerät auf den Boden.

Der uniformierte 44 Jahre alte Vollzugsbedienstete stellte den 26-Jährigen daraufhin zur Rede und forderte diesen auf, auf das Eintreffen der Polizei zu warten.

Der Mann verneinte dies und stieg wieder in seinen Wagen.

Beim Davonfahren soll der 26-Jährige auf den Vollzugsbediensteten zugefahren sein und diesen so zu einem Sprung zur Seite gezwungen haben.

Der 44-Jährige stand zu diesem Zeitpunkt vor dem Passat. Zu einer Kollision kam es nicht.

Der 26-Jährige wurde im Zuge der Fahndung von einer Streifenbesatzung in der Ringelbachstraße angehalten.

Seinen Führerschein musste er abgeben.

Gegen ihn wurden zudem Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung eingeleitet.

Die Höhe des an der insgesamt rund 50.000 Euro teuren Geschwindigkeitsmessanlage entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert.

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