0711-Rap Rapper Heppy aus Ostfildern mixt Deutschrap mit Musik der 50er-Jahre

Der Rapper Heppy ist eine Kunstfigur. Foto: Heppy

Stuttgart - Sido, Fler, Bushido - große Rapper verbinden wir mit der Hauptstadt Berlin. Dass aber auch Kleinstadt-Rapper es zu etwas bringen können, zeigen Bausa, RIN und Nimo. Die Jungs haben in Bietigheim-Bissingen und Leonberg angefangen Musik zu machen und spielen jetzt ganz oben mit. Bausa hat zum Beispiel mit seinem Track "Was du Liebe nennst" Gold geholt, RIN hat 2017 für sein Album "EROS" eine 1-Live-Krone für „bestes Album“ bekommen und Nimo steht aktuell für Dreharbeiten für einen Film vor der Kamera. Aber auch diese Jungs haben mal klein angefangen. In gemieteten Studios zusammen mit ihren Kumpels hatten sie einen Traum.

So geht es aktuell auch vielen anderen jungen Rappern aus Stuttgart und Region. Egal, ob in Waiblingen, Schorndorf, Ludwigsburg oder in anderen Kleinstädten - Newcomer im Rap Game gibt es überall! Wir stellen euch hier regelmäßig einen Newcomer aus Stuttgart und der Region vor und zeigen so, wie viel Potenzial die Rap-Szene hier hat.

Heute stellen wir euch den Rapper Heppy aus Ostfildern vor, der mit seinem musikalischen Mix aus 50er-Jahre Musik und Rap für gute Stimmung sorgt.

Zur Musik kam der 28-Jährige im Schüleraustausch in den USA, als er etwas Deutsches vor der Klasse vortragen sollte. "Ich habe dann einfach gerappt", erklärt uns Heppy im Interview. "Das hat mich total geflasht und irgendwie bin ich dann dabei geblieben." Seine Vorbilder sind eher die deutschen Old School Rapper wie Samy Deluxe, Marteria oder die Orsons. So wie Marsimoto, ist auch "Heppy" eine Art Kunstfigur, die sich kritisch zu aktuellen Themen äußert.

"Meine Musik ist ein Genremix"

Seine Musik zeichnet sich durch das Zusammenmixen verschiedener Genres aus. "Ich nehme Deutschrap und Mixe Musik der 50er und 60er mit rein", erklärt der Rapper. "Im Gegensatz zu anderen Musikern sample ich nicht, sondern nehme wirklich Jazz-Beats, dadurch klingt es authentischer."

Darüber, dass dieser Mix nicht Jedermanns Sache ist, ist sich der Musiker im Klaren, weshalb er seinen Bürojob als Social Media Manager auch nicht aufgeben würde. "Ich weiß, dass meine Musik sehr nieschenmäßig ist. Durch meinen Job kann ich aber machen, auf was ich Lust habe und muss keine Kompromisse eingehen", so Lukas, wie Heppy mit bürgerlichem Namen heißt. Aber woher kommt eigentlich die Liebe zu Swing, Jazz und Co.?

"Meine Oma hatten einen Plattenversand, da hab ich immer ganz viel gehört und das hat mich schon immer irgendwie angesprochen", klärt der Schwabe auf. "Aber im Rap wurde sowas ja auch viel gesampelt, das spielt da sicher auch mit rein."

Weitere Musik ist in Planung

Auch wenn es nicht das große Ziel von Lukas ist, von der Musik leben zu können, hat er noch ein bis drei Alben in Planung und möchte weiter das Hobby Musik verfolgen. "Ich freue mich ja trotzdem, wenn die Leute meine Sachen mögen", erklärt er. "Außerdem möchte ich mal einen Kurzfilm machen, und so meine Leidenschaften Musik und Video vereinen."

Die nächste Single "Mars" ist am 3. Oktober erschienen und beleuchtet aktuelle Ereignisse kritisch. "Es geht darum, dass die Menschen wegen des Klimawandels auf den Mars ziehen müssen, aber weitermachen wie bisher", erklärt Heppy. "Die Leute haben also nichts gelernt."

Hier könnt ihr euch die Single reinziehen:

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